Ich bin Johann-Jakob – Politikwissenschaftler, Kulturhistoriker, Unternehmer, Redner und Workshop-Leiter. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Menschen in einer komplexen, oft beschleunigten Welt gut miteinander in Verbindung bleiben können: mit sich selbst, mit anderen und mit dem, was sie gemeinsam tun. Besonders geprägt hat mich dabei die Resonanztheorie von Hartmut Rosa, weil sie für mich eine Sprache dafür bietet, warum Zusammenarbeit manchmal klappt – und manchmal eben nicht.
Studiert habe ich Europäische Kulturgeschichte in Augsburg, später Internationale Beziehungen in Budapest, wo ich auch in Politikwissenschaft promoviert habe. Gelebt und gearbeitet habe ich in verschiedenen internationalen Zusammenhängen, unter anderem in Ungarn, und diese Erfahrungen haben meinen Blick auf kulturelle Unterschiede, Kommunikation und Zusammenarbeit stark geprägt.
Beruflich bin ich seit vielen Jahren beim Goethe-Institut tätig, unter anderem in den Bereichen Kultur- und Kreativwirtschaft, internationales Projektmanagement und Diversitätsmanagement.
Parallel dazu habe ich 2015 Strauß & Fliege gegründet – nach meiner ersten freien Trauung im Jahr 2014, die ich für Freunde gestalten durfte. Daraus ist über die Jahre ein Unternehmen gewachsen, in dem ich als Geschäftsführer Verantwortung für Menschen, Prozesse, Ideen und Weiterentwicklung trage. Gleichzeitig bin ich bis heute selbst als Redner tätig und habe inzwischen rund 150 freie Trauungen persönlich begleitet.
Diese Arbeit biete ich seit 2022 auch als Trauerredner an und merke: viele Menschen wissen gar nicht, wie nach ihrem Tod über sie gesprochen werden soll. Das möchte ich ändern.
Meine unterschiedlichen Arbeiten haben meinen Blick auf Beziehungen, auf Sprache und auf das, was Menschen wirklich bewegt, sehr vertieft. Was mich an all meinen beruflichen Feldern verbindet, ist mein Interesse an echter Begegnung.
Ich möchte nicht nur Inhalte vermitteln, sondern Räume schaffen, in denen Menschen sich besser verstehen, klarer kommunizieren und wirksamer zusammenarbeiten können. Dabei ist mir wichtig, theoretische Tiefe mit praktischer Anwendbarkeit zu verbinden. Ich mag kluge Gedanken – aber immer nur dann, wenn sie im echten Leben auch etwas auslösen.
Vielleicht kommt daher auch mein Bild vom „Beleuchter im Theater“: Ich sehe mich oft als jemanden, der hilft, den richtigen Scheinwerfer auf das Wesentliche zu richten. Nicht, um Menschen auszustellen, sondern um sichtbar zu machen, was da ist: Dynamiken, Stärken, Spannungen, Möglichkeiten. Gerade darin liegt für mich oft der Anfang von Verständigung.
Geboren wurde ich 1983 in Rostock. Meine mecklenburgischen Wurzeln trage ich tief in mir, und die Ostsee ist für mich bis heute ein innerer Bezugspunkt. Lange habe ich in München gelebt, berufsbedingt bin ich aber oft in Berlin unterwegs und arbeite insgesamt in ganz unterschiedlichen Kontexten. Durch meine Zeit im Ausland spreche ich sehr gut Englisch und begleite Formate auch gern bilingual. Privat bin ich verheiratet und Vater einer Tochter. In meiner Freizeit mache ich viel Musik, vor allem mit meiner Band Niko & the Lost Boys. Außerdem lese ich viel, reise gern und schöpfe viel Kraft aus Familie und Freundschaften. Mir sind Nähe, Humor, Klarheit und ein gutes soziales Netz wichtig – im Leben genauso wie in der Arbeit.